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Die verschiedenen Fondstypen können sich auf bestimmte Anlageregionen beschränken. Typischer Weise findet man hier bestimmte Länder (Deutschland, Japan, USA, ...) oder bestimmte Regionen (Euroland, Emerging Markets, ...). Denkbar ist auch die Spezialisierung auf bestimmte Branchen bzw. Themen (Internet, Biotechnologie, Konsum, ...).
Nach Fondszusammensetzung
- Rentenfonds
Rentenfonds, auch Anleihenfonds genannt, investieren vorwiegend in Anleihen inländischer bzw. ausländischer Herkunft. Anlageziel ist es, regelmäßig möglichst hohe Erträge zu erzielen. Unter den Rentenfonds gibt es auch geldmarktnahe Fonds. Diese investieren in geldmarktnahe Wertpapiere (Anleihen mit kurzer Restlaufzeit, Bundesschatzscheine, ...) und Termineinlagen. Durch die geldmarktnahe Veranlagung reduziert sich das Zins-/Kursrisiko, aber auch die Ertragschancen.
- Aktienfonds
Die Veranlagung erfolgt überwiegend in Aktien. Das Risiko wird durch eine gezielte Aktienstreuung reduziert, trotzdem können zwischenzeitig größere Kursschwankungen nicht vermieden werden. Anlageziel ist es, langfristig eine möglichst hohe Wertsteigerung zu erzielen.
- Gemischte Fonds
Die gemischten Fonds enthalten sowohl Aktien als auch Anleihen. Das Charakteristikum dieser Fonds ist die Flexibilität, d.h. der Anteil der Anleihe bzw. Aktien kann je nach Ertragsaussicht vergrößert oder verkleinert werden. Anlageziel ist die Verbindung einer regelmäßigen Ausschüttung mit einer langfristigen Wertsteigerung.
- Spezialitätenfonds
Diese Investmentfonds investieren ihre Mittel nur in bestimmte Branchen, Länder oder Währungen. Anlageziel ist eine gezielte Veranlagung in den ausgewählten Branchen, Ländern oder Währungen mit entsprechender Risikostreuung. Da Spezialitätenfonds nur in bestimmten Bereichen investieren dürfen, steht dem Fondsmanager auch nur eine begrenzte Anlagemöglichkeit zur Verfügung.
Nach Anteilsangabe
- Offene Fonds
Bei den in Österreich zugelassenen Fonds handelt es sich um offene Fonds, d.h. die Anzahl der Anteile ändert sich durch Kauf- bzw. Verkaufsaufträge. Das Fondsvolumen ist somit variabel und in der Höhe nicht eingeschränkt. Den Preis des Fonds (errechneter Wert oder net asset value) errechnet die Depotbank in der Regel einmal täglich. Er wird nicht durch Angebot und Nachfrage beinflusst.
- Geschlossene Fonds
Diese Fonds sind keine Fonds gemäß dem österreichischen Investmentfondsgesetz. Bei der Gründung wird eine fixe Anzahl von Aktien ausgegeben. Meist werden diese Fonds an der Börse gehandelt. Aus diesem Grund orientiert sich der Kurs auch an Angebot und Nachfrage und kann daher vom errechneten Wert abweichen.
Nach Art der Gewinnverteilung
- Ausschüttungsfonds
Bei Ausschüttungsfonds werden regelmäßig - meist jährlich - die im Fonds erwirtschafteten Zins- und Dividendenerträge an den Anleger ausgeschüttet. Die erzielten Kursgewinne können von der Fondsgesellschaft wahlweise ausgeschüttet werden oder im Fonds verbleiben. Die Höhe der jährlichen Ausschüttung bestimmt die Fondsgesellschaft.
- Thesaurierungsfonds
Bei Thesaurierungsfonds verbleiben die Erträge im Fonds und werden automatisch wiederveranlagt. Dadurch erhöht sich auch laufend der Wert der Fondsanteile, man spricht dann von Thesaurierung.
Hinweis: Bei der steuerlichen Behandlung besteht zwischen einem Ausschüttungsfonds und einem Thesaurierungsfonds kein Unterschied.
Nach dem Anlegerkreis
- Publikumsfonds
Die Publikumsfonds sind Fonds, die dem breiten Publikum angeboten werden. Dies entspricht dem klassischen Gedanken der Investmentfondsveranlagung.
- Spezialfonds
Hier ist die Zielgruppe nur ein kleiner Personenkreis, zumeist institutionelle Anleger, die große Beträge in Investmenfonds investieren. Da nur wenige Anleger im Fonds investiert sind, wird die Fondsstrategie in enger Absprache mit den Großinvestoren entwickelt.
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