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MARKTKOMMENTAR EMERGING MARKETS
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OSTEUROPA

Russland RTS Index $ Prag Stock Exchange PX 50 Warschau Stock Exchange WIG Index Budapest Stock Exchange Index
664,73 954,60 25.623,95 14.100,04
- 0,91 % + 1,46 % + 1,17 % + 3,52 %

In der vergangenen Börsenwoche tendierten die Aktienmärkte in Osteuropa genauso positiv wie die internationalen Finanzmärkte, womit die Ostbörsen die Entwicklung der vorangegangenen zwei Wochen fortsetzen konnten.

Einzig der russische RTS zeigt sich etwas schwächer. Hier waren vor allem die Gerüchte über den Ausstieg der Deutschen Telekom bei Mobile Teleystems, dem größten Mobilfunkunternehmen Russlands, und der Ausstieg des Großaktionärs Bank Menatep bei Yukos die Auslöser für Unsicherheiten unter den Investoren. Mobile Telesytems allein verloren rund 5,5 Prozent an Wert. Weiters hielten sich die Anleger aufgrund des rückläufigen Ölpreises vom Markt zurück.

In Tschechien verzeichneten die Aktien von Philip Morris CR die größten Kursgewinne. Gefolgt von CEZ, das den Kauf von 67 Prozent an drei bulgarischen Stromnetzen im Gesamtwert von 300 Millionen Euro bekanntgab. Die Aktien von Cesky Telecom zeigten sich kurzfristig belastet von den Privatisierungsabsichten. Die zwischenzeitlichen Kursverluste konnten aber wieder ausgeglichen werden.

An der Budapester Börse konnten sich die Anleger im Wochenverlauf sogar über ein neues Allzeithoch beim BUX Index bei über 14.300 Punkten freuen. Letztendlich ging der BUX am Freitag aber bei etwas mehr als 14.100 Zählern aus dem Handel. Starke Unterstützung gab es dabei vom Öl- und Gaskonzern MOL. Das Unternehmen hat den Verkauf seines Gasgeschäfts an die deutsche E.ON-Tochter, Ruhrgas, angekündigt. Die MOL-Aktien legten in Folge dessen auf Wochensicht mehr als 5,6 Prozent auf 12.390 HUF zu, weil damit der Weg für eine vollständige Restrukturierung frei wäre.

ASIEN

Nikkei225 China Se Hang Composite Hongkong HangSeng
11.019,98 1.352,22 13.784,46
- 0,38 % + 3,61 % + 2,15 %

Im Vorfeld der Bekanntgabe der Daten zum Bruttoinlandsprodukt am Freitag tendierte der Nikkei zunächst eher schwächer und rutschte unter die wichtige Marke bei 11.000 Punkten. Belastend wirkte sich auch der Rückgang der Auftragseingänge beim Maschinenbau aus. Am letzten Handelstag der Woche konnte der japanische Leitindex aber die Vortagesverluste fast wieder aufholen und schloss auf einem Niveau bei knapp 11.020 Punkten.

Im Gegensatz dazu konnte der chinesische Aktienmarkt deutliche Kursgewinne verbuchen, was auf die Entspannung nach der jüngsten Zinserhöhung zurückzuführen ist. Die chinesischen Händler gehen davon aus, dass zumindest kurzfristig dieser keine übermäßige Bedeutung zukomme. Unterstützung für die Märkte, auch für Hongkongs HangSeng Index, kamen weiters vom positiven Quartalsausblick von HSBC, von den verstärkten Käufen aus dem Ausland und auch von dem soliden Arbeitsmarktbericht aus den USA. Unklar bleibt weiterhin die Lage auf dem Telekom-Sektor: China Unicom, die mehr als 6 Prozent zulegten, soll Gerüchten zufolge letztendlich zerschlagen werden und unter China Netcom und China Telecom aufgeteilt werden. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Der BMW - Partner Brilliance China meldete bei BMW-Limousinen in Folge eines generell schwachen Autoabsatztes im Oktober einen Rückgang um 43 Prozent gegenüber September.

SÜDAMERIKA

Brazil Bovespa Stock Index Argentina Merval Index Mexico Bolsa Index
24.035,42 1.257,60 11.957,32
+ 2,10 % - 5,10 % + 1,39 %

Unterschiedlich entwickelten sich die Aktienmärkte in Südamerika. Während die brasilianische und mexikanische Börse mit Kursgewinnen schlossen, musste der argentinische Merval Index einen Einbruch verkraften. Dieser Einbruch ist auf Gewinnmitnahmen nach dem neuen Rekordhoch vom Montag zurückzuführen.

Auch der brasilianische Bovespa Index blickt auf eine kurzfristige Korrekturphase zurück. Diese wurde ausgelöst von der Veröffentlichung des Fipe Inflationsindex, der die Konsumentenpreisentwicklung in Sao Paolo anzeigt. Die zwischenzeitlichen Verluste konnten aber dank einer regelrechten Rallye gegen Wochenschluss ausgeglichen werden. Eher verhalten fiel die Entwicklung beim Ölkonzern Petrobras aus (- 0,35 Prozent ), zurückzuführen auf die rückläufige Entwicklung beim Ölpreis. Darüberhinaus zeigten sich auch die Aktien des Mobilfunkanbieters Telesp Cellular von der Kapitalerhöhung belastet - sie büßten in Summe knapp 9 Prozent ein.

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