Konjunkturaufschwung in Österreich

Konjunkturaufschwung in Österreich Vorlaufindikatoren liefern deutliche Beweise für weitere Konjunkturbelebung

Wie auch schon im vergangenen Jahr, setzt die österreichische Wirtschaft den positiven konjunkturellen Trend fort. Der Hauptwachstumstreiber bleibt weiterhin die lebhafte Binnennachfrage. Auch von Seiten des Außenhandels erhofft man sich dieses Jahr, aufgrund des Aufschwungs im Euroraum, einen stärkeren Wachstumsbeitrag. Da sich die Vorlaufindikatoren in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt haben, sollte die Aufschwungsphase auch bis zum Ende des Prognosezeitpunktes 2018 anhalten.

Die Inflation kletterte im Februar auf 2,2 Prozent

Der starke Anstieg der Ölpreise hat die Inflation deutlich in die Höhe klettern lassen. Im Februar dieses Jahres lag die Teuerung bei 2,2 %. In dieser Diskussion rund um das Thema Inflation muss jedoch auch die Kerninflation (ohne die volatilen Komponenten wie Nahrungsmittel und Energie) berücksichtigt werden. Diese ist allerdings nur leicht auf 1,6 % gestiegen. Zusätzlich sind die Inflationsprognosen aufgrund der Schwankungen der Rohölnotierungen mit einem gewissen Risiko behaftet.

Steuerreform erhöht kurzfristig die Defizitquote

Für den Anstieg der Defizitquote im Vorjahr auf 1,4 % war kurzfristig betrachtet die nicht vollständig gegenfinanzierte Steuerreform verantwortlich. In diesem Jahr soll das Defizit konstant bei 1,4 % bleiben und erst im Jahr 2018 auf 1,1 % sinken. Auch wenn die öffentlichen Finanzen derzeit von der konjunkturellen Dynamik profitieren, sollte der fiskalpolitische Expansionsgrad 2017 und 2018 abnehmen, um den negativen Finanzierungssaldo zu verringern.

Arbeitsprogramm zur Stabilisierung der Arbeitsmärkte

Die aktuelle Konjunkturaufhellung, als auch das von der Bundesregierung verabschiedete Arbeitsprogramm sollen zu einer Stabilisierung der Arbeitsmarktlage führen. Zudem ist die Beschäftigungsexpansion mit 1,4 bzw. 1,2 % sehr kräftig und ausreichend, um das gestiegene Arbeitskräftepotenzial aufzunehmen. Dieses ist hauptsächlich auf den starken Zustrom an Arbeitskräften von ost- und mitteleuropäischen EU-Mitgliedstaaten zurückzuführen.
 

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