Börsenplätze im Check

USA

Dow Jones im Höhenflug

Der Ski-Weltcup ist in die USA übersiedelt und boerse-live.at reist ihm hinterher. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten testet auch der dazugehörige Leitindex gerade seine Grenzen

aus und so notierte der Dow Jones am 30. November auf einem All-time-high. Auch mit einer 1-Jahres-Performance von 26,47 Prozent legt er eine überdurchschnittliche Wertentwicklung vor. Obwohl der Dow Jones immer noch einer der meist angesehenen Indikatoren weltweit ist, ist seine Aussagekraft unter Experten nicht unumstritten. 

Gründung durch Mr. Dow und Mr. Jones vor 121 Jahren

Es war Ende des 19. Jahrhunderts und die US-amerikanische Wirtschaft blühte. Jenseits des Atlantiks entstanden durch zahlreiche Übernahmen große Industrieunternehmen. Zur besseren Beurteilung der Werte entwickelte der Farmersohn Charles Henry Dow aus Connecticut gemeinsam mit seinem Partner Edward Davis Jones den Dow Jones Industrial Average. Damals waren lediglich zwölf Unternehmen vertreten. Die beiden Herren zählten einfach die Kurse der zwölf Aktien zusammen und teilten die Summe anschließend durch zwölf. Dadurch erhielten sie  einen Durchschnittswert. Der Index erwies sich als nachhaltig und feierte am 26. Mai 2017 seinen 121-sten Geburtstag. General Electric, als ein Wert der ersten Stunde, hielt sich (wenn auch mit einer Unterbrechung von 1898 bis 1907) als einziges Unternehmen bis heute im Index.

Zusammensetzung durch das Wall Street Journal

Experten üben aber an dem Index-Dinosaurier immer wieder Kritik.  Zum einen werden heute die 30 Mitglieder im Dow Jones vergleichsweise subjektiv vom "Wall Street Journal"  bestimmt.  Dies ist ein markanter  Unterschied etwa zum ATX, wo sich die Zusammensetzung hauptsächlich nach quantitativen Kriterien wie dem Börsenwert richtet. So ist zum Beispiel Apple, das wertvollste Unternehmen der USA, erst seit März 2015 im Index gelistet und viele, zumeist junge Firmen aus dem Bereich Informationstechnik (auch Google) fehlen weiterhin. Dafür gibt es den S&P 500, der die  500 größten US-amerikanischen Unternehmen  abbildet und sich als vielbeachtetes Marktbarometer neben dem Dow Jones etabliert hat.  Ein weiterer Punkt, an dem sich Kritiker stoßen, ist, dass es sich beim Dow Jones Industrial (wie auch beim  ATX) um einen Kursindex handelt, der nicht um Dividendenabschläge und Kapitalveränderungen bereinigt wird.

Als Pluspunkt für die Anleger erweist sich allerdings, dass mehrheitlich traditionsreiche Firmen, die sich über Jahrzehnte am Markt behaupten konnten, Teil des Index sind. Da deren Kurse oft geringeren Schwankungen unterliegen, liegt die Volatilität des Dow Jones auch insgesamt deutlich unter der anderer Indizes.

Mit Mikaela Shiffrin und Lindsey Vonn haben die US-Amerikaner derzeit zwei routinierte Schifahrerinnen, die im Konkurrenzkampf mit den europäischen Läuferinnen stehen. Mit dem Dow Jones Industrial hat die Weltwirtschaft ein Parameter, dem sämtliche Indizes meist auf dem Fuß folgen.
 


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