Fliegen
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Sommer 2021 - endlich wieder fliegen?

Grenzenlose Freiheit oder „Flugscham“

Wie geht’s am Himmel weiter?

Flüge ab 18 Euro? Party auf Mallorca und wieder retour? Seit dem ersten Flug der Gebrüder Wright im Jahre 1903 hat sich viel getan. Fliegen war bis zum Beginn der Corona-Pandemie eine einfache Sache. Business Meetings in Frankfurt oder entlegene Gegenden besuchen - alles kein Problem. Die Corona-Krise holte die Flugindustrie schließlich wortwörtlich auf den Boden zurück. Bei vielen Menschen nimmt nun aber das Gefühl, ohne Reise in die Ferne etwas zu verpassen, an Fahrt auf. Das hat nach der Zwangspause wieder Auswirkungen auf die Umwelt. 

Wie war es vor Corona?

Seit dem Ende der globalen Finanzkrise hatte der Luftverkehr starken Rückenwind. Niedrige Zinsen, billiger Treibstoff und ein allgemeines Wirtschaftswachstum beflügelten die Branche. Von Nachhaltigkeit war selten die Rede. Dabei ist der Beitrag des Flugverkehrs zur Klimaveränderung ist ein globales Problem. Rechnet man die Emissionen jenen Ländern zu, in denen die Flugzeuge starten, dann überrascht es nicht, dass die führenden Industriestaaten wie USA, China oder Japan in dieser Auflistung vorne zu finden sind. Berechnet man die CO2-Belastung pro Passagier und geflogenem Kilometer, so belastet jeder Fluggast die Umwelt mit ca. 80 Gramm CO2. Bei Kurzstrecken unter 500 Kilometer sogar mit 160 Gramm.

Fliegen hat verschiedene Auswirkungen auf die UmwelT

Bei der Umweltbeeinträchtigung durch den Flugverkehr geht man davon aus, dass der klimatologische Gesamteffekt des Fliegens größer ist als „nur“ jener durch die Belastung mittels CO2. Denn es spielen auch vermutlich weitere Faktoren wie Kondensstreifen und die Entstehung von Zirruswolken eine Rolle. Neben dem Beitrag zum Treibhauseffekt sind auch die allgemeine Verschmutzung von Luft, Wasser sowie der entstehende Lärm negative Auswirkungen.

 

Umdenken und „Flugscham“

Die kritische Auseinandersetzung mit dem Beitrag des Flugverkehrs zur Erderwärmung hat in den vergangenen Jahren den Begriff „Flugscham“ entstehen lassen. Der Grundgedanke ist zwar eigentlich löblich, doch Effekte müssen vor allem im Großen erzielt werden. Und wie so oft spielt auch hier wieder einmal das Reich der Mitte eine Rolle: China alleine soll in den nächsten 15 Jahren den Bau von über 200 neue Flughäfen planen.

 

CO2-freies Fliegen

Neben dem Hinterfragen unserer Bedürfnisse und der damit verursachten Umweltbelastung braucht es Maßnahmen quer über alle Bereiche. Das beginnt bei einer adäquaten Bepreisung von Kurzstreckenflügen, geht über den Ausbau bekannter Technologien wie Wasserstoff bis hin zur Entwicklung neuer Treibstoffe.


Schon jetzt sind Flugzeuge mit Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie, wie etwa altem Frittieröl, am Himmel. Zudem spart eine Flottenerneuerung – dank neuen Flugzeugmodellen – bis zu 25 Prozent an Kerosin ein. 

Welche Rolle spielen wir dabei?

Wie so oft gibt es für uns mehrere Handlungsansätze. Erstens: Wie verhalten wir uns als Konsumentinnen und Konsumenten? Wann immer es möglich ist, wäre zum Beispiel ein Umstieg auf die Bahn eine gute Idee, vor allem bei verhältnismäßig kurzen Strecken.

Im Web findet man zudem Plattformen, die die Fluggesellschaften hinsichtlich Schadstoffausstoß, Lärmbelästigung, Kerosinverbrauch usw. genau unter die Lupe nehmen. Die Fluglinien spüren die Sensibilisierung ihrer Fluggäste und listen ihre Nachhaltigkeitsbemühungen auf: Vom Holzbesteck über Mischtreibstoff bis zu einer Welt ohne Kurzstrecken. Und wer schon einen Flug gebucht hat, kann berechnen, wieviel CO2 die Reise verursacht und wie viel es „kosten“ würde, diesen Ausstoß zu kompensieren.
 

In Fluglinien mit Umweltzielen investieren

Ein weiterer Handlungsansatz ist die Lenkung des eigenen Kapitals. Als Anlegerin bzw. Anleger hat man es mittlerweile gut in der Hand, über seine Investitionen jene Unternehmen zu fördern, die auf die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien achten. So natürlich auch bei Fluglinien. 

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16.06.2021 - Veranlagung, Geldanlage Plus