Unter Zugzwang?

Anlagestrategien für 2019

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Den Königsbauern von e2 nach e4, Springer von g1 auf f3 und ein weiterer Bauer von c2 nach c3. Schachspieler wissen Bescheid: Hier handelt es sich um eine riskante Spieleröffnung. Blüht dem Jahr 2019 Ähnliches? Konjunktur, Handelskonflikt und Co sorgen für eine permanente Veränderung der Situation an den Märkten.

Jeder Zug der handelnden Figuren bringt dabei neue Dynamik in das Geschehen.
Für das Börsenjahr 2019 stellt sich daher die Frage, welche der drei Grundstrategien des Schachs ziehen wird: Angreifen, decken oder ausweichen? 

 

„Angreifen“ mit Aktien

Generell sollten Anleger auf eine breit angelegte Geldanlage setzen. So lassen sich unnötige Risiken vermeiden bzw. reduzieren. 2019 dürfte das noch mehr das Gebot der Stunde werden. Hier kommen breit streuende Aktienfonds ins Spiel.

Langfristig spricht vieles für diese Anlageklasse, die nachlassende Konjunkturdynamik könnte allerdings das Ausmaß der Kursgewinne 2019 begrenzen. Die Auswahl der richtigen Branchen ist entscheidend.

„Decken“ mit Zertifikaten und grünen Fonds

Zertifikate gelten als wahre Alleskönner unter den Wertpapieren. Schon ihre Namen verheißen Dividende, Bonus oder Sicherheit. Und zu Recht, denn mit Zertifikaten kann man mit einem gewissen Risikopuffer sowohl von steigenden als auch von leicht fallenden Aktienmärkten profitieren. Gerade in ungewissen Zeiten ist Geldanlage mit einem Sicherheitsnetz einen genaueren Blick wert.

Aber auch nachhaltige Investments bleiben im Fokus. Zum Finale 2018 wurden umweltpolitisch noch zahlreiche Beschlüsse gefasst, die das Thema „Grüne Veranlagung“ als besonders interessant darstellen. Zudem belegen Studien, dass Unternehmen, die sich dem nachhaltigen Wirtschaften verpflichtet haben, Schwankungen an den Börsen weniger ausmachen.

„Ausweichen“ mit Anleihen

Die ersten Zinssteigerungen in den USA sind zwar für die Anleihenmärkte noch keine Bedrohung. Dennoch ist Vorsicht geboten. Die Kombination aus nachlassenden Notenbank-Interventionen und moderat steigenden Inflationsraten

könnte 2019 für negative Kurseffekte sorgen. Mit einer breiteren Streuung und aktiven Umschichtungen ist aber sicher dem einen oder anderen Anleger geholfen. 
 

 
Bild  Dimension Zeit

Wie bei der Veranlagung ist auch beim Schach der Faktor Zeit ein wesentlicher. Nehmen wir an, "Schwarz" setzt die ersten vier Züge aus oder vergeudet sie: Dann könnte "Weiß" seine Kräfte ungehindert entwickeln und im Zusammenspiel mit Dame und Läufer in nur vier Zügen matt setzen.

Auch das kann man auf das Thema Geldanlage ummünzen: Wer nicht investiert lässt mögliche Ertragschancen liegen. 

Selbst wenn sich das Jahr 2019 durchwachsen zeigen sollte - bei langfristigen Strategien arbeitet der Faktor Zeit meist für den Anleger. Phasen der Kurskorrektur bieten zudem interessante Einstiegsmöglichkeiten.

Schachweltmeister Emanuel Lasker meinte: "Im Schachspiel bedarf es der richtigen Mischung aus Mut und Vorsicht." Auch dem möchten wir Börsianer uns anschließen.


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