Trendsetter anno dazumal

Vom Burger zur Börse

Pommes McDonalds Zwei Brüder machten sich 1940 auf und revolutionierten mit ihrem Geschäftsmodell die Gastronomie. Fast Food – ein Trend, der auch fast 80 Jahre später noch Bestand hat.

1940, San Bernardino in den USA: Dort eröffneten die Brüder Maurice und Richard McDonald einen kleinen Burgerladen, der später als globale Kette in die Geschichte eingehen sollte. Zunächst verdienten sie aber acht Jahre lang mit einem konventionellen Konzept gutes Geld: Die Burger wurden der zahlenden Kundschaft von Kellnerinnen serviert.

Doch 1948 geriet dieses Geschäftsmodell unter Druck: Die USA hatten sich verändert, das Prinzip Selbstbedienung war auf dem Vormarsch – und die Gebrüder nahmen radikale Veränderungen vor. Man stellte die Küche auf Schnellservice („Speedee“) um und zwang die Kunden, das Essen an einer Theke zu bestellen und abzuholen. Hilfskräfte führten stets die gleichen Handgriffe aus – mit dem Resultat, dass ein Burger unterhalb einer Minute verkaufsfertig war. Noch dazu lag der Preis lediglich bei 15 Cent, selbst für damalige Verhältnisse war das äußerst günstig.

1954 wurde der Milchshake-Mixer-Verkäufer Ray Kroc auf die Brüder aufmerksam. Er zeigte sich von der Effizienz beeindruckt und schlug vor, weitere Restaurants nach dem gleichen Konzept zu eröffnen. Kroc schaffte es, die Gebrüder von einem Franchise-System zu überzeugen und erwarb sogar die Namensrechte. Nur ein Jahr später eröffnete er sein eigenes Restaurant in der Nähe von Chicago. Nach einem weiteren Jahr hatte Kroc zwölf Filialen eröffnet, 1960 waren es dann schon 200.
 

Immobilien-Imperium McDonald´s

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Kroc waren allerdings nicht nur die flotten Speisen: Er begann den Grund und Boden für die Filialen selbst zu kaufen. Seine Betreiber mussten dafür eine monatliche Miete sowie eine Umsatzbeteiligung zahlen – die Firma wurde so zu einem regelrechten Immobilien-Imperium. Gewieftes Marketing sorgte für volle Filialen: Spielplätze oder die Idee, Menüs mit Spielzeugen zu koppeln, lockten zahlreiche Familien an.
 

Arglistiges Manöver führt zu Schließung

1961 kaufte Kroc die Gebrüder McDonald mit 2,7 Millionen Dollar aus dem Unternehmen heraus. Einzig ihr Restaurant in San Bernardino durften die beiden behalten, das sie allerdings in „Big M“ umbenennen mussten. Doch kurze Zeit danach eröffnete Kroc einen Block weiter einen McDonald´s – und der Ur-Mc ging pleite.
 

McDonald´s an der Börse

1965 ging das Unternehmen mit einem Kurs von 22,50 USDollar an die Börse – aktuell liegt er bei rund 200 US-Dollar. Täglich besuchen rund 70 Millionen Konsumenten die mehr als 36.000 Restaurants, das Geschäft läuft. Dennoch sind Analysten teils skeptisch: Der hohe Konkurrenzdruck und der Trend zu gesundem Essen stellen den Konzern vor einige Herausforderungen. Raiffeisen RESEARCH vergibt daher an jenen Konzern, der vor rund 80 Jahren einen gastronomischen Trend gesetzt hat, aktuell nur ein „Halten“.



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