Es darf geteilt werden ...

Die Sharing Economy ist auf dem Vormarsch

Melonenstücke

Sommerzeit = Urlaubszeit.

Auf der Suche nach der wohlverdienten Pause holt man sich Tipps auf Tripadvisor, bucht ein Domizil über Airbnb, lässt sich beim Sommerhit des Jahres via Spotify den Wind durch das Haar wehen, bevor man es sich abends bei einem Glas Wein und einer Netflix-Serie gemütlich macht. Was sich wie das Marken-„Who is Who“ der digitalisierten Welt liest, ist unsere Realität.
 

Bekannte Probleme, neue Lösungen

Ganz neu ist das Prinzip natürlich nicht. Von Leihbüchereien, über Autovermietungen bis hin zu Maschinenringen haben diese Ansätze auch viel mit den genossenschaftlichen Grundzügen gemein: Statt etwas nur für sich allein zu erwerben, teilt man es mit anderen. Das spart nicht nur Geld, es ist oft auch ökologisch sinnvoll, so der edle Ansatz.

Der US-Ökonom Martin Weitzman von der Harvard University führte seine Sharing-Economy-Ansicht so aus: „Der Wohlstand für alle erhöht sich, je mehr Menschen miteinander teilen. Ungenützte Ressourcen können auf diese Weise produktiv gemacht werden und man muss insgesamt weniger produzieren, was zur Nachhaltigkeit beiträgt.“

Die Plattform als Um und Auf

Einen wahren Boom erlebt die „Sharing-Economy“ aber erst mit dem Internet, denn das stellt die mobilen Plattformen, die Anbieter und Nutzer zusammenbringt, zur Verfügung. Die IT-Plattformen sorgen dafür, dass im Jahr 2019 teilen ganz einfach ist.

Und geteilt wird beinahe alles. Kein Zweig ohne dazugehöriger App. Je schneller und unkomplizierter das Handling, je besser das Marketing und je höher der Nutzen, desto erfolgreicher der Anbieter.

Nutzen statt besitzen

Hauptzielgruppe sind klar die unter 40-jährigen, die ihren Status nicht vorwiegend über Besitz definieren wollen, sondern denen der alleinige Zugang zu Dingen wichtiger ist. Sie stellen sich die Frage: Warum für etwas Geld ausgeben, wenn viele Dinge großteils nur relativ kurz genutzt werden? Besitz wird manchmal sogar als Belastung angesehen.

Am anschaulichsten ist dieses Argument wohl anhand eines eigenen Autos zu dokumentieren: 45 Minuten nutzt ein durchschnittlicher Autofahrer sein Vehikel pro Tag. Die restliche Zeit könnte man es durchaus als „gebundenes Kapital“ bezeichnen, das in den Städten noch dazu für einen enormen Flächenverbrauch sorgt.

Fluch und Segen für den Handel

Was zu Beginn dieses Phänomens für manch traditionellen Händler existenzbedrohend wirkte, wuchs rasant und hat das Potenzial eines Megatrends. Wenngleich das Modell in mehreren Aspekten durchaus einige Schattenseiten hat, tun sich in jeder Branche Geschäftsmöglichkeiten jenseits aller Vorstellungskräfte auf – abseits klassischer Unternehmensfelder.

So ist der private Wohnungsvermittler Airbnb in sechs Internet-Technologiejahren größer geworden als die Hilton-Hotelkette in 93 Jahren. Die Streamingplattform Netflix stellt sich neben etablierten Filmstudios um die Oscars an. Totgesagt galt die Musikindustrie, der aufgrund illegaler Downloads und stagnierender CD-Verkäufe das Geschäft wegbrach. Streaming brachte die Trendumkehr. Alleine in Deutschland beträgt der Anteil der digitalen Musik mittlerweile beachtliche 57 Prozent.

Branchengigant Spotify hat Unternehmensangaben zufolge weltweit mehr als 100 Millionen Bezahlkunden.

Ähnlich wie der Musikkonsum veränderte sich auch das Fernsehverhalten. Rund 60 Prozent geben bereits an, dass Streaming das klassische Fernsehen in den eigenen vier Wänden ersetzt. Um die stark wachsende Kundenschicht kämpfen etwa Netflix, Amazon, Hulu, Apple und nun auch Disney.

Selbst im Arbeitsleben hat das Teilen Einzug gehalten: Ein Trend für Arbeitnehmer sind sogenannte Co-Working Spaces. Das sind Arbeitsplätze, die Mitarbeiter verschiedener Unternehmen anmieten können und sich Infrastruktur, Küche und sanitäre Anlagen einfach teilen.

Jeder zweite Österreicher ist bereits ein Sharer

Umfragen zufolge nutzen bereits 47 Prozent der Österreicher einen Share-Economy-Service und geben dabei pro Jahr durchschnittlich 574 Euro aus.

Und in Deutschland betrug das Marktvolumen im Bereich Sharing 2018 geschätzt 24 Milliarden Euro, rund fünf Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

Unternehmen an der Börse angekommen

Die Börsen spüren diesen Trend schon länger, denn Unternehmen wie Netflix, Spotify oder die Personenbeförderer Uber und Lyft sind bereits börsennotiert. Weitere wie etwa Airbnb werden folgen.

Viele dieser Werte sind aber nur für risikobewusste Anleger geeignet – und andere haben wir als Kaufgelegenheiten schon früher mal auf boerse-live.at beleuchtet.

 


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