Von Kürbissen und Schaufenstern

Was Halloween und der Dezember mit der Börse zu tun haben

Von Kürbissen und Schaufenstern
 

Der Weltspartag ist geschlagen und auch heuer mussten sich Österreichs Sparer wieder vorrechnen lassen, wieviel Kapital sie bei dem derzeitigen Zinsniveau liegen lassen. Demnach benötigen Sparer mittlerweile 400 Jahre um ihr Geld zu verdoppeln. 30 Jahre zuvor waren es nur 12 Jahre. Dies ist zwar vielen Sparern bewusst, allein das eigene Anlageverhalten wird aber nur schleppend angepasst.

Zeit wieder einmal eine Lanze für Wertpapiere zu brechen. Gerade die beiden letzten Monate eines Jahres gelten historisch betrachtet als aussichtsreiche Börsenmonate. Mit dem „Halloween-Effekt“ und der „Dezember-Regel“ gibt es gleich zwei Muster an den Börsen, die eine genauere Betrachtung verdienen.
 

Keine Angst vor Halloween

Betrachtet man die durchschnittliche Börsenentwicklungen über Jahre so zeigt sich, dass die beiden Monate November und Dezember meist nur eine Richtung kannten: Nach oben. Zwar weist auch der Oktober eine klar positive Entwicklung in der Durchschnittsberechnung auf, gleichzeitig aber auch die am höchsten gemessenen Schwankungsfreudigkeit aller Monate. Geht es daher nach diesen Statistiken, könnte sich der Halloween-Tag als möglicher Einstiegszeitpunkt für den finalen Spurt an der Börse bewähren.

„Dezember-Regel“ oder: Schickmachen fürs Finale

Experten kennen noch eine weitere Kapitalmarktanomalie des vierten Quartals, deren Muster sich über Jahre hinweg hat beobachten lassen. Strategen zufolge wird der Kurseffekt bei der Jahresend-Rallye durch das sogenannte „Window-Dressing“ - also dem Aufputzen des eigenen Depots ähnlich einem Schaufenster - erzielt. Der anstehende Jahresabschluss löst gerade bei so manchen großen Investoren einen gewissen Druck aus: Nämlich jenen, auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Schnell wird noch einmal aufgehübscht um zum Finale eine gute Figur zu machen. Dies bedeutet: Aktien, die sich vom Jahresanfang bis zum Monat November besonders gut entwickelt haben, werden im Dezember noch einmal nachgekauft. Vice versa: Von Flops der vergangenen Monate trennt man sich. Durch diese Käufe steigen manche stark gelaufenen Werte noch einmal an.

Fazit zum Jahresendspurt

Eine relative Stärke im Kursverlauf könnte natürlich ein guter Indikator  für eine weitere positive Entwicklung bis zum Jahresende sein. Garantien gibt es aber an der Börse nie. Deshalb: Regel hin, Muster her. Bestimmte nachvollziehbare Börsenphänomene sollten die eigene Anlegerentscheidung nur untermauern. Das A und O bleibt deshalb weiterhin eine langfristige und durchdachte Anlagestrategie.


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