grün-weiße Blüte
Good News im Februar

Die Fastenzeit hat begonnen – eine Zeit, in der sich viele vornehmen, auf etwas zu verzichten. Doch Verzicht bedeutet gleichzeitig immer auch Gewinn. Mehr über den Ursprung der Fastenzeit, verschiedene Möglichkeiten des Fastens sowie positive Nachrichten aus aller Welt lesen Sie hier.

Vom Ursprung der Fastenzeit

Klassisches Fasten, also kompletter Nahrungsverzicht, ist aber viel, viel älter als der christliche Glaube. Menschen haben um diese Jahreszeit in unseren Breiten immer gefastet. Seit vielen Jahrtausenden. Allein deswegen, weil die Vorräte nach dem Winter zur Neige gingen, oder weil es schlicht gar nichts mehr gab. Alle großen Religionsstifter machten eine Phase des Verzichts durch. Der Gläubige soll sich durch das Fasten auf seinen Glauben konzentrieren.

Gute Nachrichten, die entschleunigen

Viele Zugänge zum Fasten


Religiöse Bedeutung
Die Fastenzeit im Christentum erinnert an die 40 Tage, die Jesus betend und fastend in der Wüste verbrachte. Sie gilt als Zeitraum der Reinigung von Körper und Geist, als Anlass für Gebet und Besinnung sowie als Vorbereitung auf das Osterfest.

Traditionell wird in dieser Zeit auf bestimmte Speisen oder Gewohnheiten verzichtet und ein enthaltsamer Lebensstil gepflegt. Obwohl von „40 Tagen“ die Rede ist, umfasst die Fastenzeit tatsächlich 46 Tage – von Aschermittwoch bis Ostersonntag.

Modernes Fasten umfasst mehr
Wo der religiöse in den Hintergrund tritt wird oft gefastet, um abzunehmen. OOder auch, um wenigstens für eine Weile auf bestimmte ungesunde oder süchtig machende Genussmittel zu verzichten. Das ist erfrischend für Körper, Geist und Seele.

Beim Fasten geht es um Verzicht. Aber Verzicht bedeutet immer gleichzeitig Gewinn: Wer weniger fernsieht oder das Handy nutzt, hat mehr Zeit zum Lesen oder für Gespräche. Wer weniger Zucker isst, fühlt sich besser und wird gesünder. Wer auf Alkohol verzichtet, ist wacher und klarer. Wer sich mehr bewegt, fühlt sich glücklicher und euphorischer.

Viele Schafe auf grüner Wiese, Herdentrieb
Grüner Nadelwald mit leichtem Nebel
© Andriy Onufriyenko
China soll grüner werden

Wird China mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern künftig zum globalen Öko-Vorreiter? Die Führung in Peking hat einen landesweiten Aktionsplan zur Förderung von "grünem Konsum" vorgelegt.

Es geht unter anderem um ein höheres Angebot an umweltfreundlich erzeugten Agrarprodukten, die breitere Einführung energiesparender Haushaltsgeräte und mehr Anreize für klimafreundliche Mobilität

Der Plan zielt unter anderem darauf ab, den in China bereits starken Trend vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb weiter zu beschleunigen. Außerdem sollen Dienstleistungen in Gastronomie und Hotellerie sowie haushaltsnahe Services ökologischer werden.

Hintergrund der grünen Agenda dürfte sein, dass sich die ökologische Krise gerade in dem großen Land, das global die Nummer eins beim jährlichen CO2-Ausstoß ist, zunehmend bemerkbar macht – unter anderem durch mehr klimabedingte Dürren und Hochwasser, Luftverschmutzung sowie Grundwasserabsenkung.


Dieser Artikel basiert auf: orf.at

 

 

Das Ozonloch schließt sich schneller

Neue Daten zeigen: Die Ozonschicht erholt sich messbar. Das Ozonloch schrumpft – dank globaler Umweltpolitik und Wissenschaft.

Das Ozonloch ist nicht verschwunden. Aber es schrumpft. Über der Antarktis beginnt die Ausdünnung der Ozonschicht heute später im Jahr, bleibt kürzer bestehen und erreicht deutlich geringere Ausmaße als noch vor wenigen Jahrzehnten. Entscheidend ist dabei nicht die Entwicklung einzelner Jahre, sondern der langfristige Trend – und der ist eindeutig. Internationale Messprogramme von NASA, NOAA und der Weltorganisation für Meteorologie zeigen übereinstimmend: Die globale Ozonschicht erholt sich.

Was lange wie ein fernes Versprechen klang, lässt sich inzwischen klar belegen. Der massive Ozonabbau, der seit den 1970er- und 1980er-Jahren beobachtet wurde, ist gestoppt. In vielen Regionen nimmt die Ozonkonzentration in der Stratosphäre wieder zu. Die Atmosphäre reagiert langsam – aber sie reagiert.

Der Wendepunkt kam 1987 mit dem Montreal-Protokoll. Staaten weltweit verpflichteten sich, ozonschädigende Stoffe schrittweise aus dem Verkehr zu ziehen. Was folgte, war ein umfassender industrieller Umbau: Kühlschränke, Klimaanlagen, Schaumstoffe und Spraydosen mussten neu gedacht werden. Ersatzstoffe wurden entwickelt, Produktionsketten angepasst, Übergangsfristen kontrolliert. Heute gelten über 99 Prozent der im Abkommen erfassten Substanzen als aus der globalen Nutzung verschwunden. Kaum ein anderes Umweltabkommen wurde so konsequent umgesetzt.

Dieser Artikel basiert auf: goodnews-magazin.de

Mageriten von unten, blauer Himmel oben
© tinefoto.com | martin steinthaler
Meer trifft auf Sand
UN-Hochseeschutzabkommen tritt in Kraft

Das Hochseeschutzabkommen der Vereinten Nationen tritt in Kraft. Es schafft die völkerrechtliche Grundlage für eine nachhaltige Nutzung der Hohen See und den Schutz ihrer Artenvielfalt.

Bisher gibt es keine rechtliche Grundlage für den Schutz der internationalen Gewässer auf hoher See. Zumindest keine, die von vielen Staaten mitgetragen wird. Das ist ein Problem, denn die Hochsee gehört allen. Oder niemandem. Zu ihr gehören alle Meeresflächen, die mehr als 200 Seemeilen von einer Küste entfernt liegen, und das sind fast zwei Drittel der weltweiten Meere. Jetzt tritt ein internationales Abkommen in Kraft, das den Schutz der Hohen See ermöglichen soll.


Bis 2030 sollen 30 Prozent der weltweiten Landes- und Meeresflächen unter Naturschutz stehen. Darauf einigten sich 2022 mehr als hundert Staaten unter dem Dach der Vereinten Nationen. Während Schutzgebiete an Land vergleichsweise einfach ausgewiesen werden können, ist das bei den Meeren deutlich komplizierter. Große Teile der Ozeane liegen außerhalb nationaler Hoheitsgebiete – für die Hohe See fehlte bislang ein rechtlicher Rahmen, um internationale Meeresschutzgebiete überhaupt einzurichten.

 

Bei dem neuen Abkommen geht es aber nicht nur um Schutzgebiete auf hoher See. Es verpflichtet beispielsweise auch zu Umweltverträglichkeitsprüfungen, bevor Aktivitäten auf hoher See geplant werden. Und es soll regeln, wie die genetischen Ressourcen der Hohen See gerecht genutzt werden können. Das wäre wichtig, wenn beispielsweise ein Medikament aus Organismen der Hochsee entwickelt würde.


Dieser Artikel basiert auf: goodnews-magazin.de

 

 

Kind klettert auf Baum
© Westend61 / Svetlana Iakusheva
Enkelbetreuung hält geistig fit

Wenn Großeltern auf ihre Enkelkinder aufpassen, bremst das den Abbau ihrer kognitiven Fähigkeiten und sie bleiben geistig länger fit. Die Wirkung wurde in einer aktuellen Studie aber vor allem bei Großmüttern beobachtet – Großväter scheinen von der Zeit mit den Enkeln etwas weniger zu profitieren.

Um dies herauszufinden, analysierte ein Forschungsteam Daten aus der English Longitudinal Study of Ageing (ELSA). Darin werden bereits seit dem Jahr 2002 laufend detaillierte Informationen über die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte des Alterns erhoben. Im Fokus der Langzeitstudie stehen Personen im Alter von über 50 Jahren, die in England leben.

Das Team untersuchte eine Stichprobe aus rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in der Langzeitstudie entweder als betreuende oder nicht-betreuende Großeltern klassifiziert waren.

Episodisches Gedächtnis und verbale Fähigkeiten besser ausgebaut

Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass jene Personen, die regelmäßig ihre Enkel oder andere junge Kinder betreuen, bei kognitiven Tests deutlich besser abschnitten als diejenigen, die kaum Kontakt zu jüngeren Generationen haben. Vor allem in Bereichen wie dem episodischen Gedächtnis und den verbalen Fähigkeiten waren sie ihren Altersgenossen meist klar überlegen.

Das episodische Gedächtnis bestimmt, wie gut sich Menschen an vergangene Ereignisse und Erfahrungen erinnern. Aber auch die Fähigkeit, flüssig und spontan zu sprechen, schien durch die wiederholte Kinderbetreuung und die damit verbundenen kognitiven Herausforderungen positiv beeinflusst zu werden.
Dieser Artikel basiert auf: orf.at

 

 

03.02.2026