Frau mit gelben Lidern blässt Confetti
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Good News im Februar

Der Fasching bringt Schwung in den Jahresablauf. Worin er seinen Ursprung findet und welche guten Nachrichten es aus aller Welt gibt, lesen Sie hier.

Vom Ursprung des Faschings

Für manche ist er die fünfte Jahreszeit: der Fasching, auch Karneval oder Fastnacht genannt. Schon vor 5.000 Jahren wurden Masken getragen, um den Winter sowie böse Geister und Dämonen zu vertreiben. Heute erfüllt er seinen Zweck, indem Menschen in andere Rollen schlüpfen und ihre Alltagssorgen für eine Weile vergessen können.

Gute Nachrichten zur bunten Jahreszeit

Eine Mischung aus Bräuchen und Traditionen

Der Ursprung von Fasching oder Karneval ist eine bunte Mischung aus antiken Bräuchen und christlichen Traditionen. 
 

1. Die Bedeutung der Namen

  • Karneval: Leitet sich vermutlich vom lateinischen carne vale („Fleisch, lebe wohl“) oder carne levare („Fleisch wegnehmen“) ab. Es markiert den Abschied vom Fleischessen vor der Fastenzeit.
  • Fasching: Stammt vom mittelhochdeutschen vaschanc (Fastenschank), dem letzten Ausschank alkoholischer Getränke vor dem Fasten.
  • Fastnacht: Bezeichnet schlicht die Nacht (oder die Tage) vor Beginn der Fastenzeit.

2. Religiöser Ursprung (Mittelalter)

Im Christentum dienten die Tage vor dem Aschermittwoch dazu, noch einmal ausgiebig zu essen und zu trinken. Da während der 40-tägigen Fastenzeit verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Schmalz verboten waren, mussten diese Vorräte vorher aufgebraucht werden – ein perfekter Anlass für große Feste.


3. Antike und heidnische Wurzeln

Lange vor dem Christentum gab es ähnliche Feste:

  • Winteraustreiben: Germanische Völker trugen Masken und machten Lärm, um böse Wintergeister zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen.
  • Römische Saturnalien: In Rom wurden während dieser Festtage soziale Hierarchien auf den Kopf gestellt – Sklaven wurden wie Herren bedient, was heute noch im Prinzip der „Narrenfreiheit“ weiterlebt. 
Grüner Nadelwald mit leichtem Nebel
© Andriy Onufriyenko
China soll grüner werden

Wird China mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern künftig zum globalen Öko-Vorreiter? Die Führung in Peking hat einen landesweiten Aktionsplan zur Förderung von "grünem Konsum" vorgelegt.

Es geht unter anderem um ein höheres Angebot an umweltfreundlich erzeugten Agrarprodukten, die breitere Einführung energiesparender Haushaltsgeräte und mehr Anreize für klimafreundliche Mobilität

Der Plan zielt unter anderem darauf ab, den in China bereits starken Trend vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb weiter zu beschleunigen. Außerdem sollen Dienstleistungen in Gastronomie und Hotellerie sowie haushaltsnahe Services ökologischer werden.

Hintergrund der grünen Agenda dürfte sein, dass sich die ökologische Krise gerade in dem großen Land, das global die Nummer eins beim jährlichen CO2-Ausstoß ist, zunehmend bemerkbar macht – unter anderem durch mehr klimabedingte Dürren und Hochwasser, Luftverschmutzung sowie Grundwasserabsenkung.


Dieser Artikel basiert auf: orf.at

 

 

Das Ozonloch schließt sich schneller

Neue Daten zeigen: Die Ozonschicht erholt sich messbar. Das Ozonloch schrumpft – dank globaler Umweltpolitik und Wissenschaft.

Das Ozonloch ist nicht verschwunden. Aber es schrumpft. Über der Antarktis beginnt die Ausdünnung der Ozonschicht heute später im Jahr, bleibt kürzer bestehen und erreicht deutlich geringere Ausmaße als noch vor wenigen Jahrzehnten. Entscheidend ist dabei nicht die Entwicklung einzelner Jahre, sondern der langfristige Trend – und der ist eindeutig. Internationale Messprogramme von NASA, NOAA und der Weltorganisation für Meteorologie zeigen übereinstimmend: Die globale Ozonschicht erholt sich.

Was lange wie ein fernes Versprechen klang, lässt sich inzwischen klar belegen. Der massive Ozonabbau, der seit den 1970er- und 1980er-Jahren beobachtet wurde, ist gestoppt. In vielen Regionen nimmt die Ozonkonzentration in der Stratosphäre wieder zu. Die Atmosphäre reagiert langsam – aber sie reagiert.

Der Wendepunkt kam 1987 mit dem Montreal-Protokoll. Staaten weltweit verpflichteten sich, ozonschädigende Stoffe schrittweise aus dem Verkehr zu ziehen. Was folgte, war ein umfassender industrieller Umbau: Kühlschränke, Klimaanlagen, Schaumstoffe und Spraydosen mussten neu gedacht werden. Ersatzstoffe wurden entwickelt, Produktionsketten angepasst, Übergangsfristen kontrolliert. Heute gelten über 99 Prozent der im Abkommen erfassten Substanzen als aus der globalen Nutzung verschwunden. Kaum ein anderes Umweltabkommen wurde so konsequent umgesetzt.

Dieser Artikel basiert auf: goodnews-magazin.de

Mageriten von unten, blauer Himmel oben
© tinefoto.com | martin steinthaler
Meer trifft auf Sand
UN-Hochseeschutzabkommen tritt in Kraft

Das Hochseeschutzabkommen der Vereinten Nationen tritt in Kraft. Es schafft die völkerrechtliche Grundlage für eine nachhaltige Nutzung der Hohen See und den Schutz ihrer Artenvielfalt.

Bisher gibt es keine rechtliche Grundlage für den Schutz der internationalen Gewässer auf hoher See. Zumindest keine, die von vielen Staaten mitgetragen wird. Das ist ein Problem, denn die Hochsee gehört allen. Oder niemandem. Zu ihr gehören alle Meeresflächen, die mehr als 200 Seemeilen von einer Küste entfernt liegen, und das sind fast zwei Drittel der weltweiten Meere. Jetzt tritt ein internationales Abkommen in Kraft, das den Schutz der Hohen See ermöglichen soll.


Bis 2030 sollen 30 Prozent der weltweiten Landes- und Meeresflächen unter Naturschutz stehen. Darauf einigten sich 2022 mehr als hundert Staaten unter dem Dach der Vereinten Nationen. Während Schutzgebiete an Land vergleichsweise einfach ausgewiesen werden können, ist das bei den Meeren deutlich komplizierter. Große Teile der Ozeane liegen außerhalb nationaler Hoheitsgebiete – für die Hohe See fehlte bislang ein rechtlicher Rahmen, um internationale Meeresschutzgebiete überhaupt einzurichten.

 

Bei dem neuen Abkommen geht es aber nicht nur um Schutzgebiete auf hoher See. Es verpflichtet beispielsweise auch zu Umweltverträglichkeitsprüfungen, bevor Aktivitäten auf hoher See geplant werden. Und es soll regeln, wie die genetischen Ressourcen der Hohen See gerecht genutzt werden können. Das wäre wichtig, wenn beispielsweise ein Medikament aus Organismen der Hochsee entwickelt würde.


Dieser Artikel basiert auf: goodnews-magazin.de

 

 

Kind klettert auf Baum
© Westend61 / Svetlana Iakusheva
Enkelbetreuung hält geistig fit

Wenn Großeltern auf ihre Enkelkinder aufpassen, bremst das den Abbau ihrer kognitiven Fähigkeiten und sie bleiben geistig länger fit. Die Wirkung wurde in einer aktuellen Studie aber vor allem bei Großmüttern beobachtet – Großväter scheinen von der Zeit mit den Enkeln etwas weniger zu profitieren.

Um dies herauszufinden, analysierte ein Forschungsteam Daten aus der English Longitudinal Study of Ageing (ELSA). Darin werden bereits seit dem Jahr 2002 laufend detaillierte Informationen über die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte des Alterns erhoben. Im Fokus der Langzeitstudie stehen Personen im Alter von über 50 Jahren, die in England leben.

Das Team untersuchte eine Stichprobe aus rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die in der Langzeitstudie entweder als betreuende oder nicht-betreuende Großeltern klassifiziert waren.

Episodisches Gedächtnis und verbale Fähigkeiten besser ausgebaut

Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass jene Personen, die regelmäßig ihre Enkel oder andere junge Kinder betreuen, bei kognitiven Tests deutlich besser abschnitten als diejenigen, die kaum Kontakt zu jüngeren Generationen haben. Vor allem in Bereichen wie dem episodischen Gedächtnis und den verbalen Fähigkeiten waren sie ihren Altersgenossen meist klar überlegen.

Das episodische Gedächtnis bestimmt, wie gut sich Menschen an vergangene Ereignisse und Erfahrungen erinnern. Aber auch die Fähigkeit, flüssig und spontan zu sprechen, schien durch die wiederholte Kinderbetreuung und die damit verbundenen kognitiven Herausforderungen positiv beeinflusst zu werden.
Dieser Artikel basiert auf: orf.at

 

 

03.02.2026