Schach
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Strategisch veranlagen - Schwankungen in Schach halten

Marktrück- und ausblick

Sehr geehrte Anlegerin,
sehr geehrter Anleger,

Raiffeisen Oberösterreich setzt auf persönliche Beratung, Produktqualität und nachhaltiges Wachstum. Mit einem durchgängigen Beratungsprozess, kombiniert mit einer soliden Produktselektion und modernen Reportings, bieten wir einen Mehrwert für Ihr Depot.

Durch gezielte Streuung verschiedener Anlageklassen (z.B. Aktien, Anleihen oder Alternative Investments) wird ein möglichst hoher Ertrag erzielt und nur ein absolut notwendiges Risiko eingegangen. Der Jahresbeginn ist auch Zeit für neue Pläne bzw. um den Status-Quo zu überdenken. Wir analysieren Ihre Vermögenswerte, strukturieren diese und geben Ihren finanziellen Vorhaben,  Veranlagungs- oder Vorsorgeüberlegungen einen konkreten Rahmen. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die damit verbundenen Chancen und Risiken.

Die Portfolio-Optimierung ermöglicht Ihnen Ihr Wertpapierdepot stabiler, krisensicherer und erfolgreicher zu gestalten. Wir unterstützen Sie dabei und optimieren Ihr Wertpapier-Portfolio auf Basis unserer laufenden Markbeobachtungen und -evaluierungen.

Das kommende Jahr wird den globalen Börsen die eine oder andere Herausforderung abverlangen. Auf Hintergründe, Auswirkungen und mögliche Veränderungen an den Märkten gehen wir im folgenden Marktrück- und ausblick näher ein.

AKTIENMÄRKTE 2021 – HÖHENLUFT AN DEN BÖRSEN

Ungeachtet der Tatsache, dass uns das Thema COVID-19 auch im vergangenen Jahr stark beschäftigte, können die Anleger*innen insgesamt auf ein sehr gutes Aktienjahr zurückblicken.

Positive Wirtschaftsdaten, das weltweite Ausrollen der Impfung zu Jahresbeginn und umfangreiche fiskalpolitische Maßnahmen in den USA und Europa wirkten. Mit Ausnahme weniger Branchen, wie etwa der Tourismus- und der Flugbranche, gab es auf breiter Front starke Zuwachsraten. Die Unternehmen und auch die Konsument*innen hatten einiges aufzuholen, nachdem die Konjunktur im Vorjahr in eine kurze, aber intensive Rezession zurückgefallen war. Die starke Nachfrage sorgte sogar dafür, dass es in einigen Bereichen zu Lieferengpässen kam und gewisse Produkte schlichtweg nicht bzw. schwer erhältlich waren.
 

Der guten Laune an den Aktienmärkten tat das aber keinen Abbruch. Während der Sommermonate konnten viele Aktienindizes neue Höchststände erreichen. In Europa übersprang etwa der deutsche DAX die Marke von 16.000 Punkten. Auch der ATX konnte in diesem Jahr auf den höchsten Stand seit 2008 steigen. Auf europäischer Ebene erreichte der Euro Stoxx 50 ein 14-Jahreshoch. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2000 liegt dabei nicht mehr fern. In den USA konnten sowohl der breite Aktienmarkt im S&P 500 als auch die Technologieaktien im Nasdaq 100 neue Rekorde verbuchen. Und in Japan? Ende der 80er-Jahre stand der japanische Leitindex Nikkei 225 bei rund 39.000 Punkten – nach einer Durststrecke von mehr als 30 Jahren sind die historischen Höchststände wieder in greifbare Nähe gerückt.
 

In der zweiten Jahreshälfte erzielten die gestiegenen Unternehmensgewinne den Effekt, dass die zwischenzeitlich schon sehr hohen Bewertungen der Aktienkurse wieder etwas gedämpft wurden.

Chart Aktien 2021
Quelle: Bloomberg, Dezember 2021; Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

2021 – ANLEIHENMÄRKTE BLIEBEN IN BEWEGUNG

Die hohen Erwartungen an die Impfkampagnen, die zu Jahresbeginn starteten, führten bis Mai zu einer Verkaufswelle bei Anleihen, insbesondere bei Staatsanleihen. Investor*innen schichteten teilweise ihre Gelder wieder in rentablere Anlageklassen um. Ab Juni kamen aber aufgrund der neuen Virus-Varianten bereits wieder Ängste auf, die die Kurse ansteigen ließen. Im letzten Quartal kam es dann aufgrund der rasanten Inflationsentwicklung zu einer Gegenbewegung, die die Renditen leicht in die Höhe trieben.
 

Auch die beiden großen Notenbanken, die US-amerikanische Fed und die Europäische Zentralbank (EZB), beschäftigte das Thema Inflation zu Jahresende. Die Notenbanken sind vor allem der Preisstabilität verpflichtet und sollten eigentlich danach trachten, dass die Inflation nicht massiv über ihrem selbst definierten Zielwert von zwei Prozent liegt.

Chart Anleihen 2020
Quelle: Bloomberg, Dezember 2021; Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

COVID-19 AUCH 2021 HAUPTANTREIBER DES DEVISENMARKTES

Ungeahnte Schwankungsbreiten in den jeweiligen Währungen sorgten bei vielen Anleger*innen für Kopfzerbrechen im abgelaufenen Kalenderjahr – und eine Beruhigung der Märkte ist nach wie vor nicht absehbar. EUR/USD verlor zeitweise 9,5 Prozent an Wert, was einerseits natürlich an der sehr fragilen Corona-Situation und andererseits an den zu erwartenden Zinsentscheidungen der Notenbanken liegt.
 

Neben dem US-Dollar nahm auch der Schweizer Franken eine ähnliche Rallye. Aufgrund der nach wie vor sehr expansiven Geldpolitik der EZB stand der Euro unter enormen Abgabendruck, was sich kurzfristig auch nicht ändern wird. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Schweizer Nationalbank einen derart starken Franken akzeptiert. In der Vergangenheit wurde umgehend am Markt interveniert, sodass ein Turnaround einsetzte. Es ist davon auszugehen, dass die SNB auf die natürliche Wende hofft und vertraut.
 

Für einen Überraschungsmoment sorgte die Tschechische Nationalbank Anfang November 2021, als sie die Leitzinsen um glatte 1,25 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent anhob. Der Grund sei die steigende Inflation, welche im September fast fünf Prozent betragen habe. 

Chart Devisen 2020
Quelle: Bloomberg, Dezember 2021; Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken.

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu einer passenden Vermögensanlage und freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen – am besten gleich zu Jahresbeginn.

Danke für Ihr Vertrauen. Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2022.

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28.12.2021